Die Geschichte des Bieres reicht weit in die Geschichte der Menschheit zurück:
Bier ist eines der ältesten alkoholischen Getränke. Es ist vermutlich der Menschheit bekannt, seit in China und nahezu gleichzeitig im Gebiet des fruchtbaren Halbmondes, Menschen vor etwa 10.000 Jahren begannen, Getreide zu sammeln und zufällig entdeckten, dass Getreidebrei, den man einige Tage stehen ließ, zu gären begann.


Brauen - eine Kunst für sich

Zu Beginn des Brauprozesses wird das Malz, als veredelte Braugerste bzw. -weizen, direkt in der Brauerei in der Schrotmühle gemahlen und anschließend im Maischbottich mit Wasser zur sogenannten Maische vermischt. Um die natürlichen Enzyme zu erhalten, wird die Maische auf verschiedenen Temperaturstufen erhitzt. Während dieser Phase des Brauprozesses gehen die für das Brauen wichtigen Stoffe des Malzes in den Sud über.

Der nächste Schritt auf dem Weg zum Bier findet im sogenannten Läuterbottich statt, in dem die festen Bestandteile der Maische von der Flüssigkeit getrennt werden. Übrig bleibt der Treber, der sich vor allem aus den Hüllen der Getreidekörner, sowie der Würze, in der alle löslichen Stoffe des Malzkornes enthalten sind, zusammensetzt.

Nur die aus dem Läuterbottich abfließende Würze mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen gelangt nun in die Würzepfanne. Dort wird der flüssigen Würze der Hopfen zugegeben und etwa eine Stunde gekocht. Nach dem Kochvorgang in der Würzepfanne werden im Whirlpool noch verbliebene Trübstoffe aus der Lösung entfernt. Die Würze wird im Würzekühler runter gekühlt, bevor die Hefe hinzugegeben werden kann.

Und dann endlich beginnt die Gärung im Gärtank, die Umwandlung des Zucker durch Hefe in Alkohol und Kohlensäure, die dem fertigen Bier seine Spritzigkeit verleiht. Wenn die Hefe den Umwandlungsprozess geschafft hat, wird sie abgezogen und das junge Bier wird in den Lagertank gepumpt, um dort zu reifen. Je nach Bierstil und Philosophie der Brauerei kann die Lagerzeit durchaus bis zu drei Monate dauern. Dabei wird das spätere Aromaprofil abgerundet und die Kohlensäure perfekt eingebunden.

 

Die Haus- oder Gasthausbrauerei

Biere wurden schon vor langer Zeit in kleinen Brauereien, insbesondere in Franken und Bayern, naturbelassen hergestellt und meist nur „rund um den Schornstein verkauft“. Dies machte eine weitere Behandlung durch Wärme (Pasteurisieren), Stabilisierung oder Filtration nicht notwendig. Im Wandel der Zeit mussten Brauereien umdenken und haben entsprechende Verfahren entwickelt, um Bier haltbar zu machen. Dies erhöhte die Exportfähigkeit und die Möglichkeit, Bier in einem größeren Verkaufsradius anbieten zu können. In Deutschland aber immer unter Berücksichtigung des Reinheitsgebots. Besonders in den 80er Jahren wurden wieder verstärkt kleine Brauereien gebaut und gegründet, um wieder naturbelassenes Bier anzubieten, in den letzten Jahren auch stark beeinflusst durch den sogenannte Craftbeer Markt, der alle möglichen Biere mit den verschiedensten Aromen und Geschmäckern auf den Markt bringt.

 

Inhaltsstoffe

Zur Herstellung von Bier sind vier Rohstoffe erforderlich: Gerste, Hopfen, Wasser und Hefe.

Die Qualität dieser Rohstoffe übt einen maßgeblichen Einfluss auf die Qualität der hergestellten Erzeugnisse aus. Die Kenntnis der Eigenschaften auf das Verfahren und Ihres Einflusses auf das Produkt gibt die Grundlage für die Behandlung und Verarbeitung.

Die Gerste
Die Gerste – die Seele des Bieres – ist der Hauptrohstoff der Bierherstellung und Grundlage für Geschmack und Farbe.

Der Hopfen
Der Hopfen ist das „Gewürz“ des Bieres. Außerdem hat der Hopfen eine natürliche konservierende Eigenschaft.

Das Wasser
Das Wasser stellt den größten Rohstoffanteil bei der Bierherstellung dar. Die Brauwasserqualität muss Trinkwasserqualität besitzen und nimmt einen bedeutenden Einfluss auf die Qualität des späteren Bieres ein.

Die Hefe
Hefe verwandelt den gebildeten Malzzucker in Alkohol und trägt durch eine große Anzahl an Aroma-Komponenten zum Geschmack und Geruch des Bieres bei.

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